Was sind ETFs? Einfach erklärt: Funktionsweise, Vorteile und Risiken

ETFs gehören zu den beliebtesten Anlageformen für langfristiges Investieren. Sie ermöglichen es, mit nur einem Wertpapier gleichzeitig in viele Unternehmen zu investieren – zum Beispiel über Indizes wie den MSCI World. In diesem Artikel erfährst du einfach erklärt, was ETFs sind, wie sie funktionieren und welche Vorteile und Risiken sie haben.
💡Das Wichtigste auf einen Blick
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der meist die Entwicklung eines Index passiv nachbildet – es gibt aber auch aktive ETFs, bei denen ein Fondsmanagement die Auswahl der Wertpapiere steuert.
Mit einem ETF kannst du mit nur einer Anlage in viele Wertpapiere gleichzeitig investieren.
Viele ETFs orientieren sich an bekannten Indizes wie dem DAX oder MSCI World.
ETFs werden an der Börse gehandelt und können während der Handelszeiten jederzeit gekauft oder verkauft werden.
ETFs können ausschüttend oder thesaurierend sein – Erträge werden also ausgezahlt oder automatisch wieder investiert.
ETFs bieten häufig eine breite Diversifikation, sind aber trotzdem Marktschwankungen ausgesetzt.
Was sind ETFs?
ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund und bezeichnet einen börsengehandelten Investmentfonds. ETFs sind also eine besondere Art von Investmentfonds, deren Anteile während der Börsenhandelszeiten jederzeit gekauft und verkauft werden können.
💡Investmentfonds: Ein Investmentfonds sammelt das Geld vieler Anleger*innen und investiert es gebündelt in verschiedene Wertpapiere, zum Beispiel Aktien oder Anleihen.
Stell dir vor, du müsstest 1.000 Aktien einzeln kaufen – das wäre sehr aufwendig. Wie wäre es also, wenn du stattdessen nur ein einziges Wertpapier kaufen müsstest, das diese Aktien bündelt? Ein ETF macht genau das möglich. Einfach erklärt kannst du dir einen ETF als Korb voller Wertpapiere vorstellen. Dadurch kannst du mit einer einzigen Anlage in viele verschiedene Titel gleichzeitig investieren, statt sie einzeln auswählen zu müssen.
ETFs investieren jedoch nicht einfach wahllos in irgendwelche Wertpapiere. Stattdessen orientieren sie sich meist an bestimmten Indizes. Einen Index kannst du dir wie eine Zusammenstellung aus verschiedenen Wertpapieren vorstellen. Der Anbieter eines ETFs – der sogenannte Emittent – kauft dafür alle oder einen ausgewählten Anteil der im Index enthaltenen Wertpapiere. Welche Optionen es hier gibt, erfährst du im Abschnitt zu den Replikationsmethoden.
💡 Beispiel: Der deutsche Leitindex DAX zeigt, wie sich die 40 größten börsennotierten deutschen Unternehmen entwickeln. Ein ETF, der den DAX abbildet, enthält also Aktienanteile dieser 40 Unternehmen.
Wenn du also ETFs kaufst, investierst du automatisch in die Wertpapiere, die der Index enthält, ohne alle Wertpapiere einzeln erwerben zu müssen. Steigt der Index, steigt in der Regel auch der Wert des ETFs – fällt der Index, sinkt entsprechend auch der ETF.
ETFs können so einen ganzen Markt abbilden. Dadurch kannst du bereits mit einer einzigen Investition eine hohe Diversifikation erreichen – also eine breite Streuung über verschiedene Branchen, Länder oder Unternehmen. Negative Entwicklungen einzelner Bestandteile können dadurch teilweise durch positive Entwicklungen anderer ausgeglichen werden.
Passive und aktive ETFs: Was ist der Unterschied?
Wichtig zu wissen: Grundsätzlich lässt sich zwischen passiven und aktiven ETFs unterscheiden. Wenn allgemein von ETFs die Rede ist, sind damit meist passive ETFs gemeint.
Passive ETFs bilden die Entwicklung eines Index möglichst genau nach. Sie versuchen also nicht, den Markt zu schlagen, sondern dessen Entwicklung abzubilden.
Neben diesen passiven ETFs werden auch sogenannte aktive ETFs immer beliebter. Bei ihnen entscheidet ein Fondsmanagement aktiv darüber, welche Wertpapiere im ETF enthalten sind und wie stark sie gewichtet werden. Oft orientieren sich aktive ETFs ebenfalls an einem bestimmten Index. Ziel ist es jedoch, durch die aktive Auswahl besser abzuschneiden als dieser Vergleichsmaßstab. Beispielsweise könnte ein Fondsmanager eines aktiven DAX-ETFs einzelne Unternehmen stärker gewichten oder entfernen.
Replikationsmethoden: Wie bildet ein ETF einen Index nach?
Aus Kapitel 2 weißt du bereits: Bei aktiven ETFs entscheidet ein Fondsmanagement darüber, welche Wertpapiere im ETF enthalten sind. Passive ETFs dagegen bilden die Entwicklung eines Index möglichst genau nach. Dafür nutzen ETF-Anbieter verschiedene Methoden der Indexnachbildung, die sogenannten Replikationsmethoden. Jede Methode hat dabei Vor- und Nachteile in Bezug auf Kosten, Genauigkeit der Nachbildung und Risiken:
Physische Replikation: Ein physisch replizierender ETF investiert in alle Werte, die in dem zugrunde liegenden Index enthalten sind. Ein DAX-ETF mit physischer Replikation investiert also zum Beispiel in alle 40 Unternehmen des Deutschen Aktienindex und gewichtet diese genauso, wie sie im Index enthalten sind.
(Optimiertes) Sampling: Bei der Sampling-Methode handelt es sich um eine Erweiterung der physischen Replikation. Hierbei investiert der ETF nicht in alle Wertpapiere eines Index, sondern nur in eine Auswahl davon – meist die größten oder liquidesten Titel, die den Index am stärksten beeinflussen. Auf diese Weise lässt sich die Wertentwicklung des Index mit weniger Einzelwerten möglichst genau nachbilden.
Synthetische Replikation: Neben der physischen Nachbildung gibt es auch die synthetische Replikation. Dabei kauft der ETF die Wertpapiere aus dem Index nicht direkt, sondern nutzt ein Tauschgeschäft, das man auch Total Return Swap nennt. Vereinfacht gesagt: Der ETF-Anbieter schließt einen Vertrag mit einem Partner (zum Beispiel einer Bank oder einem anderen Finanzinstitut). Dieser verpflichtet sich, dem ETF die Wertentwicklung des Index zu liefern – und erhält dafür eine Gebühr. Auf diese Weise können auch Indizes nachgebildet werden, die mit einer physischen Nachbildung nur schwer oder teuer umsetzbar wären. Das ist zum Beispiel häufig bei Rohstoffen oder am Geldmarkt der Fall.
Ausschüttende vs. thesaurierende ETFs: Was ist der Unterschied?
Neben der Art des ETFs und den Replikationsmethoden gibt es noch ein weiteres wichtiges Merkmal: die Ausschüttungsart. Sie bestimmt, was mit den Erträgen eines ETFs passiert – also zum Beispiel mit Dividenden oder Zinsen. Hierbei lässt sich zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs unterscheiden.
Ausschüttende ETFs: Erträge wie Dividenden und Zinsen werden hier regelmäßig an die Anleger*innen ausgezahlt. Das passiert meist zweimal im Jahr. Die Ausschüttung verringert den Wert, der im Fonds steckt. Dementsprechend ist der Zinseszinseffekt kleiner als bei wiederanlegenden Fonds.
Thesaurierende ETFs: Hier werden Erträge automatisch in den ETF reinvestiert, wodurch die Höhe deines Investments steigt. Der große Vorteil von thesaurierenden ETFs ist der sogenannte Zinseszinseffekt. Dieser Effekt meint, dass du mit steigender Anlagedauer und -summe exponentiell stärker von deinen reinvestierten Erträgen profitierst.
Welche Variante besser zu dir passt, hängt vor allem von deinen persönlichen Zielen ab: Wenn du ein passives Einkommen aufbauen oder Erträge kurzfristig nutzen möchtest, können ausschüttende ETFs eine gute Wahl sein. Strebst du hingegen einen langfristigen Vermögensaufbau an, kannst du mit thesaurierenden ETFs vom Zinseszinseffekt profitieren. Generell solltest du beachten, dass bei jeder Ausschüttung deine Erträge besteuert werden.
Worauf du bei der Auswahl eines passenden ETFs insgesamt achten solltest, erfährst du in unserem Guide zur ETF-Auswahl.
ETF oder Fonds: Was ist der Unterschied?
Oft werden ETFs und Fonds nach ihrer Anlagestrategie voneinander unterschieden: Fonds gelten als aktiv gemanagt, während ETFs meist einen Index passiv nachbilden. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Denn sowohl Fonds als auch ETFs können aktiv oder passiv verwaltet werden.
Tatsächlich gehören ETFs und klassische Investmentfonds zur gleichen Produktkategorie: beides sind Investmentfonds, die Geld vieler Anleger*innen bündeln und in verschiedene Wertpapiere investieren. Die Unterschiede liegen daher weniger in der grundsätzlichen Struktur des Produkts, sondern vor allem beim Handel und bei der Preisbildung.
Handel:
ETFs werden an der Börse gehandelt. Anleger*innen können sie während der Börsenöffnungszeiten jederzeit kaufen oder verkaufen – ähnlich wie eine Aktie.
Anteile an klassischen Investmentfonds werden dagegen in der Regel nicht an der Börse gehandelt. Sie werden direkt über die Fondsgesellschaft gekauft und auch wieder an diese zurückgegeben.
Preis:
Der Preis eines ETFs verändert sich laufend während der Handelszeit an der Börse.
Der Preis eines klassischen Fonds wird dagegen nur einmal täglich von der Fondsgesellschaft berechnet.
Wer gibt ETFs heraus?
ETFs werden von sogenannten Kapitalverwaltungsgesellschaften aufgelegt und verwaltet. Diese Unternehmen werden auch ETF-Anbieter genannt. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel iShares (BlackRock), Amundi, Xtrackers oder Vanguard.
Der Anbieter entwickelt den ETF, legt die Anlagestrategie fest und sorgt dafür, dass der Fonds entsprechend dieser Strategie investiert. Häufig orientieren sich ETFs dabei an einem bestimmten Index, dessen Entwicklung möglichst genau nachgebildet werden soll. Es gibt jedoch auch aktive ETFs, bei denen ein Fondsmanagement die Zusammensetzung des ETFs steuert.
💡 Beispiel: Ein passiver ETF auf den DAX orientiert sich an der Entwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Der ETF investiert daher in die Aktien dieser Unternehmen.
Damit Anleger*innen in einen ETF investieren können, gibt der ETF-Anbieter ETF-Anteile aus. Wenn du einen solchen Anteil kaufst, investierst du automatisch in alle darin enthaltenen Wertpapiere.
Das investierte Geld gehört dabei rechtlich zum Sondervermögen. Das bedeutet, dass das Fondsvermögen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt wird. Sollte der Anbieter insolvent werden, ist das investierte Geld geschützt und zählt nicht zur Insolvenzmasse.
Vorteile von ETFs
ETFs bringen eine Reihe von Eigenschaften mit, die sie für viele Anleger*innen zu einer gut nachvollziehbaren und leicht zugänglichen Anlageform machen.
Die wichtigsten Vorteile von ETFs auf einen Blick:
Breite Diversifikation über viele Wertpapiere
Transparente und nachvollziehbare Struktur
Vergleichsweise niedrige laufende Kosten
Hohe Liquidität durch börslichen Handel
Rechtlicher Schutz durch Sondervermögen
Einfache Nutzung über ETF-Sparpläne
Im Detail zeigen sich diese Vorteile folgendermaßen:
Breite Diversifikation: Ein großer Vorteil vieler ETFs ist ihre breite Streuung – auch Diversifikation genannt. Je nach Index bzw. Anlagekonzept können ETFs mehrere Hundert bis über Tausend Positionen enthalten – etwa Aktien verschiedener Länder und Branchen oder Anleihen. Dadurch verteilt sich das Risiko auf viele einzelne Wertpapiere. Risiken, die nur eine einzelne Position betreffen, können so abgefedert werden. Die breite Streuung von ETFs schützt jedoch nicht vor allgemeinen Marktbewegungen, die viele Anlageklassen gleichzeitig betreffen können. Dieses Risiko nennen man Marktrisiko.
💡 Was ist das Marktrisiko? Das Marktrisiko beschreibt Einflussfaktoren, die den ganzen Markt betreffen können. Solche Faktoren sind zum Beispiel wirtschaftliche Abschwünge, geopolitische Ereignisse oder Zinsänderungen. Dieses Risiko betrifft unabhängig voneinander viele Unternehmen oder Emittenten gleichzeitig und lässt sich daher selbst durch eine breite Streuung nicht vollständig vermeiden.
Transparente und nachvollziehbare Struktur: ETFs folgen festen, klar definierten Regeln. Anleger*innen können jederzeit nachvollziehen, wie ein ETF aufgebaut ist, welche Unternehmen enthalten sind, welche Kosten anfallen und wie die Indexnachbildung bei passiven ETFs erfolgt. Alle wichtigen Informationen dazu finden sich im Factsheet, das für jeden ETF öffentlich zugänglich ist.
Kosteneffiziente Grundlage für langfristiges Investieren: Die laufenden Gebühren von ETFs, die über die sogenannte TER ausgewiesen werden, liegen häufig im niedrigen Prozent Bereich – bei beliebten Indizes oft um die 0,2 %. Diese Kosten decken den Betrieb und die Verwaltung des Fonds ab und werden direkt aus dem Fondsvermögen entnommen.
Hohe Liquidität durch börslichen Handel: ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt. Dadurch können Anteile während der Börsenöffnungszeiten in der Regel flexibel gekauft oder verkauft werden. Die Möglichkeit des täglichen Handels macht ETFs deshalb zu einer liquiden Anlageform, die sich leicht in Geld umwandeln lässt.
Rechtliche Sicherheit durch Sondervermögen: Das in ETFs angelegte Vermögen gilt in Deutschland als Sondervermögen. Das heißt, es wird getrennt vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft verwahrt. Falls die Anbieterin insolvent geht, gehört das Fondsvermögen also nicht zur Insolvenzmasse und bleibt Eigentum der Anleger*innen – es ist also im Falle einer Insolvenz geschützt.
Einfache Nutzung durch Sparpläne: Eine Vielzahl an ETFs sind sparplanfähig. Anleger*innen können damit also regelmäßige Investitionsbeträge festlegen und automatisiert investieren. Dadurch entsteht die Möglichkeit, über lange Zeiträume kontinuierlich Vermögen aufzubauen – auch mit kleinen Beträgen.
Nachteile und Risiken von ETFs
Neben vielen Vorteilen haben ETFs auch nachteilige Eigenschaften, die Anleger*innen kennen sollten.
Die wichtigsten Nachteile und Risiken von ETFs auf einen Blick:
ETFs unterliegen den Schwankungen der Finanzmärkte
Passive ETFs können den Markt nicht schlagen
Nicht jeder ETF ist automatisch breit gestreut
Anleger*innen besitzen keine direkten Stimmrechte
Synthetische ETFs können ein Kontrahentenrisiko enthalten
Internationale ETFs unterliegen Wechselkursschwankungen
Im Detail zeigen sich diese Risiken folgendermaßen:
Marktgebundenheit und fehlende Flexibilität: Passive ETFs bilden ihren jeweiligen Index nach und können daher nicht besser abschneiden als der zugrunde liegende Markt. Entwickelt sich der Markt also negativ, wirkt sich das automatisch auf den ETF aus. Kurzfristige oder länger anhaltende Kursrückgänge lassen sich nicht vermeiden, da der ETF die Marktbewegungen abbildet und nicht aktiv gegensteuern kann. Für dich als Anleger*in bedeutet das, dass ein ausreichender Anlagehorizont notwendig ist, um zwischenzeitliche Schwankungen ausgleichen zu können.
ETFs sind unterschiedlich – und nicht immer breit gestreut: Auch wenn viele ETFs eine breite Risikostreuung bieten, gilt das nicht automatisch für alle Produkte. Es gibt thematische ETFs, spezialisierte Indexkonstruktionen oder Produkte, die auf wenige Branchen, Länder oder Trends ausgerichtet sind. Solche ETFs können deutlich höhere Schwankungen aufweisen und zusätzliche Risiken mitbringen. Ein ETF ist daher kein Garant für breite Streuung – entscheidend ist, wie der zugrunde liegende Index aufgebaut ist. Daher lohnt es sich immer genauer hinzuschauen.
Keine direkten Stimmrechte für Anleger*innen: Wer einzelne Aktien besitzt, hält damit in der Regel auch Stimmrechte, die auf Hauptversammlungen ausgeübt werden können. Bei ETFs ist das anders: Anleger*innen besitzen Anteile am Fonds, nicht die Aktien selbst.Bei physisch replizierenden ETFs nimmt die Fondsgesellschaft die Stimmrechte wahr. Bei synthetischer Replikation liegen die Stimmrechte bei der jeweiligen Gegenpartei.
Kontrahentenrisiko bei synthetischen ETFs: Bei sogenannten synthetischen ETFs wird die Wertentwicklung des Index nicht direkt über den Kauf der enthaltenen Wertpapiere erreicht, sondern über ein Tauschgeschäft mit einem Finanzinstitut (Swap-Partner). Dabei besteht ein sogenanntes Kontrahentenrisiko. Sollte dieser Vertragspartner ausfallen, könnte es zu Verlusten kommen.
Allerdings ist dieses Risiko in der Praxis begrenzt. Regulierte ETFs müssen Sicherheiten hinterlegen, sodass ein möglicher Ausfall nur einen kleinen Teil des Fondsvermögens betreffen würde.
Währungsrisiko bei internationalen ETFs: Investierst du in ETFs, die in internationale Märkte investieren, kann neben der Entwicklung der enthaltenen Wertpapiere auch der Wechselkurs eine Rolle spielen.
Beispiel: Steigt der Wert der enthaltenen Aktien, gleichzeitig fällt aber die Fremdwährung gegenüber dem Euro, kann ein Teil der Gewinne durch den Wechselkurs wieder aufgezehrt werden. Umgekehrt können Währungsbewegungen die Rendite auch positiv beeinflussen.
Wo kann man ETFs kaufen?
Wenn du in ETFs investieren möchtest, stehen dir mehrere Wege offen: am bekanntesten ist der direkte Kauf über einen Broker oder die Nutzung eines Robo-Advisors.
Broker: Ein Broker ist nichts anderes als ein Händler, der den Handel verschiedener Waren (Wertpapiere) auf einem Marktplatz (Börse) ermöglicht. Der Händler besitzt in der Regel die Wertpapiere also nicht selbst, sondern vermittelt zwischen einem Käufer und Verkäufer. Broker waren traditionell Einzelpersonen, die Transaktionen via Telefon abgewickelt haben. Heutzutage ist das über Online- bzw. Neo-Broker deutlich einfacher. Egal ob Smartphone oder PC – bei einem Broker hast du zu den Börsenöffnungszeiten oder im Rahmen außerbörslichen Handels die Möglichkeit, ETFs zu kaufen bzw. zu verkaufen. Neben den Brokern erfreuen sich auch Robo-Advisor zunehmender Beliebtheit als entspannte Form des Investierens.
Robo-Advisor: Der Begriff Robo-Advisor bedeutet übersetzt „Roboter-Berater“ und stellt eine entspannte Möglichkeit dar, sein Geld am Kapitalmarkt zu investieren. Dabei handelt es sich um digitale Vermögensverwaltungen. All diesen ist die Grundidee gemein, deine Anlagepräferenzen wie die Chancen-Risiko-Bereitschaft standardisiert zu erheben und diese regelbasiert in einen Investmentvorschlag zu überführen. Somit stellt ein Robo-Advisor das digitale und meist kostengünstigere Pendant eines klassischen Vermögenverwalters dar. Deine Anlagepräferenzen ermittelt ein typischer Robo-Advisor in der Regel über einen Online-Fragebogen. Aus den so gewonnenen Daten erhältst du einen Anlagevorschlag. Ein Robo-Advisor bietet sich an, wenn du die Verwaltung deiner Geldanlage in professionelle Hände geben und möglichst wenig Zeit für deine Geldanlage aufwenden möchtest.
Neben Brokern und Robo-Advisorn gibt es auch andere Wege, um in ETFs zu investieren – etwa über eine klassische Bankberatung, eine individuelle Vermögensverwaltung oder über fondsgebundene Versicherungen.
Wenn du dich fragst, wie du ETFs konkret kaufen kannst, welche Kosten dabei entstehen und worauf du achten solltest, findest du im Artikel „ETFs kaufen“ eine einfache Erklärung.
Häufig gestellte Fragen
Felix Coutandin-Freund
Marketing Manager
Felix ist ETF-Professional und seit über 15 Jahren am Kapitalmarkt investiert. Bei VisualVest sorgt er dafür, dass kompliziertes Finanzwissen verständlich wird.

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Die Geldanlage in Fonds ist mit Risiken verbunden, die zu einem Verlust deines eingesetzten Kapitals führen können. Historische Werte oder Prognosen geben keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. Bitte mach dich deshalb mit unseren Risikohinweisen vertraut.