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Verfasst am: 13.10.2026

Was sind Wertpapiere? Aktien, ETFs und Co. einfach erklärt

Verschiedene Muscheln, Schneckenhäuser und ein orangefarbener Seestern liegen im Sand. Links ist eine geöffnete Muschel mit einer Perle zu sehen, rechts ein Fußabdruck im Sand.

Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs sehen im Depot ähnlich aus, funktionieren aber unterschiedlich. Denn mit jedem Wertpapier sind bestimmte Rechte verbunden – von der Beteiligung an einem Unternehmen bis zum Anspruch auf Zinsen und Rückzahlung. Was das für mögliche Erträge und Risiken bedeutet? Das erfährst du hier.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Wertpapiere verbriefen bestimmte Vermögensrechte, zum Beispiel eine Unternehmensbeteiligung oder einen Anspruch auf Rückzahlung.

  2. Zu den bekanntesten Wertpapieren gehören Aktien, Anleihen sowie Anteile an Fonds und ETFs.

  3. Wertpapiere werden heute meist digital erfasst und im Depot verwahrt und nicht mehr als Papierurkunde ausgegeben.

  4. Der Wert von Wertpapieren kann steigen oder fallen. Mögliche Erträge entstehen etwa durch Kursgewinne, Dividenden oder Zinsen.

  5. Für den Kauf benötigst du in der Regel ein Depot bei einer Bank oder einem Broker.

  6. Wertpapiere bieten Renditechancen, sind aber mit Kosten und Verlustrisiken verbunden.

    Was ist ein Wertpapier?

    Ein Wertpapier ist ein handelbares Finanzinstrument, mit dem bestimmte Vermögensrechte verbunden sind. Welche Rechte das sind, richtet sich nach der Wertpapierart: Eine Aktie beteiligt dich an einem Unternehmen, eine Anleihe begründet einen Anspruch auf Zinsen und die Rückzahlung des geliehenen Geldes.

    Der Name klingt nach bedruckter Urkunde und ursprünglich wurden Wertpapiere auch als Dokumente ausgegeben, doch heute werden deine Wertpapiere in einem digitalen Depot verwahrt. Der Begriff ist also geblieben – das Papier größtenteils nicht.

      Welche Arten von Wertpapieren gibt es?

      Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Optionsscheine – alles Wertpapiere, aber wie unterscheiden sie sich? Hinter den Begriffen stehen unterschiedliche Rechte, mögliche Erträge und Risiken.

      Die folgende Tabelle zeigt dir die wichtigsten Unterschiede:

        Wertpapierart

        Was steckt dahinter?

        Mögliche Erträge

        Typische Risiken

        Aktie

        Anteil an einem Unternehmen

        Kursgewinn, Dividende

        Kursverlust, Unternehmensinsolvenz

        Anleihe

        Kredit an einen Staat, ein Unternehmen oder eine Bank

        Zinsen, möglicher Kursgewinn

        Ausfall-, Kurs- und Zinsrisiko

        Fonds

        Anteil an einem gebündelten Fondsvermögen

        Ausschüttung, Wertsteigerung

        Abhängig von den enthaltenen Anlagen; Markt-, Kurs- und ggf. Währungsrisiko

        ETF

        Anteil an einem börsengehandelten Fonds, der meist einen Index nachbildet

        Ausschüttung, Wertsteigerung

        Markt-, Kurs- und gegebenenfalls Währungsrisiko

        Zertifikat

        Forderung gegenüber dem Herausgeber nach festgelegten Bedingungen

        Abhängig von der Konstruktion

        Emittentenrisiko, komplexe Auszahlungsbedingungen

        Aktien: Ein kleiner Teil eines Unternehmens

        Kaufst du eine Aktie, beteiligst du dich an einem Unternehmen. Je nach Aktienart erhältst du außerdem ein Stimmrecht und kannst bei der Hauptversammlung bei bestimmten Themen mitbestimmen. Entwickelt sich das Unternehmen erfolgreich, kann der Aktienkurs steigen. Manche Unternehmen zahlen zudem einen Teil ihres Gewinns als Dividende aus.

        Garantiert ist beides nicht: Der Kurs kann fallen und die Dividende gekürzt oder gestrichen werden. Im schlimmsten Fall ist ein Totalverlust möglich.

        Anleihen: Geld verleihen statt Unternehmen kaufen

        Bei einer Anleihe wechselst du die Rolle: Du wirst zur Geldgeberin oder zum Geldgeber. Kaufst du eine Anleihe, leihst du dem Herausgeber – dem sogenannten Emittenten – Geld. Das kann ein Staat, ein Unternehmen oder eine Bank sein. Dafür erhältst du im Normalfall jährlich Zinszahlungen, die durch den Kupon festgelegt sind. Am Ende der Laufzeit soll der geliehene Betrag zurückgezahlt werden.

        Das klingt planbarer als eine Aktie, ist aber nicht automatisch sicher. Kann der Herausgeber seine Zahlungen nicht leisten, drohen Verluste. Auch der Kurs einer Anleihe kann während der Laufzeit angesichts der globalen Zinsentwicklung schwanken.

        Fonds: Viele Anlagen in einem Wertpapier bündeln

        Du möchtest nicht jede Aktie oder Anleihe einzeln auswählen? Ein Investmentfonds bündelt das Geld vieler Anleger*innen und investiert es nach einer festgelegten Strategie. Kaufst du einen Fondsanteil, beteiligst du dich am Fondsvermögen und damit indirekt an den darin enthaltenen Anlagen. Dadurch, dass du nicht in eine einzelne Aktie investierst, sondern in mehrere Wertpapiere gleichzeitig, reduzierst du dein Risiko. Durch diese Diversifikation können Verluste einiger Wertpapiere durch die Gewinne anderer Wertpapiere ausgeglichen werden.

        Ein Fonds kann beispielsweise in Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder eine Mischung verschiedener Anlagen investieren. Wie breit das Geld verteilt wird, hängt vom konkreten Fonds ab. Ein Fonds ist deshalb aber nicht automatisch breit gestreut: Ein weltweit investierender Aktienfonds verteilt das Kapital anders als ein Fonds, der sich auf eine einzelne Branche oder Region konzentriert.

        Mögliche Erträge entstehen durch Wertsteigerungen und Ausschüttungen. Fallen die Kurse der enthaltenen Anlagen, sinkt in der Regel auch der Wert deines Fondsanteils. Zudem sind Gebühren für das Fondsmanagement und die Verwaltung zu entrichten.

        ETFs: Fonds, die an der Börse gehandelt werden

        ETF steht für „Exchange Traded Fund“, also börsengehandelter Fonds. Ein ETF ist damit keine völlig eigene Welt, sondern eine bestimmte Form des Investmentfonds. ETF-Anteile lassen sich während der Handelszeiten an der Börse kaufen und verkaufen.

        Viele ETFs bilden einen Index wie den DAX oder den MSCI World nach. Steigt oder fällt der Index, entwickelt sich der ETF grundsätzlich in eine ähnliche Richtung – abzüglich Kosten und möglicher Abweichungen. Mit einem einzigen ETF-Anteil kannst du dadurch indirekt in viele Wertpapiere investieren. Wie breit dein Geld tatsächlich gestreut ist, bestimmt der zugrunde liegende Index. Ein Branchen-ETF kann beispielsweise deutlich konzentrierter sein als ein weltweit ausgerichteter Aktien-ETF. Auch ETFs können an Wert verlieren und sind mit Kosten verbunden.

          Wie funktionieren Wertpapiere?

          Ein Wertpapier wird zunächst ausgegeben und kann danach häufig weitergehandelt werden. Für deinen Kauf macht dieser Unterschied etwas aus: Wer erhält dein Geld?

          Bei der Ausgabe: Kapital für den Herausgeber

          Stell dir vor, ein Unternehmen benötigt Geld für einen neuen Standort. Dies kann es auf zwei Wegen erhalten: Gibt es neue Aktien aus, können sich Anleger*innen am Unternehmen beteiligen. Gibt es Anleihen aus, leiht es sich Geld am Kapitalmarkt, das nach einer bestimmten Laufzeit wieder zurückgezahlt werden muss. In beiden Fällen erhält das Unternehmen bei der Ausgabe Kapital. Es ist der Emittent des Wertpapiers.

          Beim späteren Handel: Kauf von anderen Marktteilnehmer*innen

          Kaufst du eine bereits gehandelte Aktie an der Börse, fließt dein Geld in der Regel nicht an das Unternehmen. Du erwirbst die Aktie von jemandem, der sie verkauft. Nach dem Kauf wird sie in deinem Depot verbucht. Ihr Kurs kann sich laufend ändern – warum, zeigt das nächste Kapitel.

            Warum verändern sich die Kurse von Wertpapieren?

            Eine gute Nachricht – und der Aktienkurs fällt trotzdem? Klingt unlogisch, passiert an der Börse aber regelmäßig. Denn dort zählt nicht nur, was gerade passiert ist, sondern welche Erwartungen die Kapitalmarktteilnehmer an das Unternehmen gestellt haben und ob diese erfüllt wurden.

            Angebot und Nachfrage bestimmen den Kurs

            Ein Kurs entsteht, wenn Kauf- und Verkaufsinteressen aufeinandertreffen. Wollen viele Menschen ein Wertpapier kaufen, während nur wenige verkaufen, kann der Kurs steigen. Überwiegt dagegen das Angebot, kann er fallen.

            Wann Anleger*innen kaufen oder verkaufen, hängt von vielen Faktoren ab: von Unternehmenszahlen, Konjunkturaussichten, Zinsen und politischen Ereignissen, aber auch von Erwartungen und Stimmungen. Neue Informationen können diese Einschätzungen innerhalb von Sekunden verändern.

            Fun Fact: Ein Börsenkurs ist kein festgeschriebener „richtiger Wert“. Er zeigt, zu welchem Preis Käufer*innen und Verkäufer*innen gerade bereit sind zu handeln.

            Aktien: Erwartungen an das Unternehmen

            Bei Aktien spielen die aktuelle Geschäftsentwicklung und die erwarteten Gewinne eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Steigen Umsatz und Gewinn stärker als erwartet, kann das den Kurs stützen. Enttäuscht das Unternehmen die Erwartungen der Marktteilnehmer, kann der Kurs fallen.

            Deshalb führen selbst gute Geschäftszahlen nicht automatisch zu steigenden Kursen. Haben Anleger*innen mit noch besseren Ergebnissen gerechnet, kann die vermeintlich gute Nachricht bereits eine Enttäuschung sein.

            Anleihen: Zinsen und Bonität bewegen den Kurs

            Bei Anleihen beeinflussen vor allem das allgemeine Zinsniveau, die Zahlungsfähigkeit des Emittenten und die verbleibende Laufzeit den Kurs. Steigen die Marktzinsen, werden ältere Anleihen mit niedrigeren Zinsen häufig weniger attraktiv. Ihr Kurs sinkt meist in der Folge. Fallen die Marktzinsen, kann der umgekehrte Effekt eintreten.

            Verschlechtert sich die Bonität des Emittenten, steigt das Risiko, dass Zinsen oder Rückzahlung ausfallen. Auch das kann den Kurs der Anleihe belasten.

            Fonds und ETFs: Der Inhalt gibt die Richtung vor

            Der Wert eines Fonds oder ETFs hängt von den enthaltenen Anlagen ab. Steigen beispielsweise die Kurse der Aktien in einem Aktienfonds, erhöht sich in der Regel auch der Wert des Fondsanteils. Fallen sie, kann der Anteil an Wert verlieren.

            Bei einem ETF ist deshalb entscheiden, welchen Index oder Markt er abbildet. Ein weltweiter Aktien-ETF reagiert auf andere Entwicklungen als ein Branchen-, Anleihen- oder Rohstoff-ETF.

            Kurse reflektieren damit nicht nur auf die Gegenwart. Sie verarbeiten laufend neue Informationen und Erwartungen an die Zukunft. Deshalb können sie sich so schnell verändern.

              Wie kannst du mit Wertpapieren Geld verdienen?

              Kurs steigt, Dividende landet auf dem Konto, Zinsen werden gutgeschrieben: Je nach Wertpapier entstehen mögliche Erträge auf unterschiedlichen Wegen. Garantiert sind sie jedoch nicht. Kosten und Steuern können den Ertrag zusätzlich mindern und Verluste sind jederzeit möglich.

              Kursgewinne

              Steigt der Kurs eines Wertpapiers über deinen Kaufpreis, liegt dein Depot zunächst im Plus. Zum wirklichen Gewinn wird der Wertzuwachs erst, wenn du das Wertpapier zu einem höheren Preis verkaufst. Bis dahin kann der Kurs auch wieder fallen.

              Dividenden und Ausschüttungen

              Aktiengesellschaften können einen Teil ihres Gewinns als Dividende an ihre Aktionär*innen ausschütten. Einen festen Anspruch darauf hast du nicht: Die Zahlung kann jedes Jahr in ihrer Höhe variieren oder sogar ganz ausbleiben.

              Auch Fonds und ETFs können Erträge ausschütten. Thesaurierende Fonds zahlen sie nicht aus, sondern legen sie innerhalb des Fonds direkt wieder für dich an.

              Zinsen

              Bei Anleihen hast du einen Anspruch auf Zinszahlungen sowie die vollständige Rückzahlung des geliehenen Geldes. Höhe und Termine der Zinszahlungen stehen in den Anleihebedingungen. Ob der Emittent diese Zahlungen leisten kann, hängt von seiner Zahlungsfähigkeit ab. Eine Orientierung bieten Ratings: Eine Bewertung mit AAA steht für eine sehr hohe Kreditwürdigkeit, niedrigere Bewertungen weisen auf ein steigendes Ausfallrisiko hin.

                Wie kaufst und verkaufst du Wertpapiere?

                Ein paar Klicks in der App – und die Aktie oder der ETF liegt im Depot. Technisch wirkt der Kauf heute fast so einfach wie eine Onlinebestellung. Trotzdem solltest du wissen, was zwischen „Auswählen“ und „Kaufen“ passiert.

                1. Depot eröffnen

                Für Wertpapiere benötigst du ein Depot bei einer Bank oder einem Broker. Das Depot ist der digitale Aufbewahrungsort für deine Aktien, Anleihen, Fondsanteile und andere Wertpapiere. Ein Broker ist der Anbieter beziehungsweise Vermittler, über den deine Käufe und Verkäufe abgewickelt werden.

                2. Geld bereitstellen

                Für den Kauf brauchst du Guthaben auf deinem Verrechnungskonto. Über dieses Konto werden Wertpapierkäufe bezahlt und Verkaufserlöse, Dividenden oder andere Ausschüttungen gutgeschrieben. Bei manchen Anbietern wird das Geld direkt von einem hinterlegten Konto eingezogen.

                3. Wertpapier auswählen

                In der App oder im Onlinebanking suchst du das gewünschte Wertpapier über seinen Namen, die Wertpapierkennnummer (WKN) oder die internationale Kennnummer ISIN. Die Nummern helfen dir dabei, das Wertpapier eindeutig zu identifizieren und ähnlich benannte Produkte nicht zu verwechseln. Denk immer daran: Passt das Wertpapier, das du kaufen willst, zu deinem Ziel, deinem Anlagezeitraum und dem Risiko, das du tragen kannst?

                4. Betrag und Handelsweg festlegen

                Anschließend bestimmst du, wie viele Stücke oder welchen Betrag du investieren möchtest. Bei einem Sparplan kannst du eine regelmäßige Sparrate und einen Ausführungsintervall festlegen.

                Je nach Wertpapier und Anbieter wählst du außerdem einen Handelsplatz und eine Orderart. Eine Börse ist ein organisierter Handelsplatz, an dem Kauf- und Verkaufsaufträge zusammengeführt werden. Manche Wertpapiere lassen sich auch über außerbörsliche Handelspartner kaufen und verkaufen.

                Die Orderart legt fest, unter welchen Bedingungen dein Auftrag ausgeführt werden darf. Mit einem Limit kannst du zum Beispiel bestimmen, welchen Preis du beim Kauf höchstens zahlen oder beim Verkauf mindestens erhalten möchtest.

                5. Order prüfen und ausführen

                Eine Order ist dein Auftrag, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. Vor der Freigabe solltest du Wertpapier, Stückzahl oder Anlagebetrag, Kurs, Handelsplatz und voraussichtliche Kosten prüfen. Nach der Ausführung wird das gekaufte Wertpapier in dein Depot eingebucht.

                6. Halten, weiter investieren oder verkaufen

                Nun kannst du das Wertpapier halten, später verkaufen oder über einen Sparplan regelmäßig weitere Anteile kaufen. Möchtest du verkaufen, erteilst du erneut eine Order. Nach der Ausführung wird das Wertpapier aus deinem Depot ausgebucht und der Verkaufserlös deinem Verrechnungskonto gutgeschrieben.

                  Welche Kosten entstehen bei Wertpapieren?

                  Nicht nur die Kursentwicklung entscheidet darüber, was von deiner Geldanlage übrig bleibt. Auch Gebühren und andere Kosten können den Ertrag schmälern. Sie entstehen an unterschiedlichen Stellen: beim Handel, im Produkt selbst und beim Anbieter.

                  Beim Kauf und Verkauf

                  Für eine ausgeführte Order kann deine Bank oder dein Broker eine Ordergebühr berechnen. Je nach Handelsplatz kommen weitere Entgelte hinzu.

                  Außerdem spielt der Spread eine Rolle. Das ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem du ein Wertpapier kaufen kannst, und dem Preis, den du beim gleichzeitigen Verkauf erhalten würdest. Der Spread ist keine separat abgerechnete Gebühr. Trotzdem kostet er Geld: Kauf- und Verkaufspreis liegen auseinander, sodass du direkt nach dem Kauf rechnerisch mit einem kleinen Minus startest.

                  Während der Anlage

                  Bei Fonds und ETFs fallen laufende Kosten für Verwaltung und Betrieb an. Dazu zählt beispielsweise die Total Expense Ratio (TER). Diese Kosten werden direkt aus dem Fondsvermögen entnommen und nicht als eigene Rechnung von deinem Konto abgebucht. Sie mindern jedoch die Wertentwicklung.

                  Je nach Wertpapier können weitere Verwaltungs- oder Produktkosten entstehen. Bei einzelnen Aktien und Anleihen gibt es dagegen keine laufende Fondsgebühr. Das bedeutet aber nicht, dass Kauf, Verwahrung oder Verkauf automatisch kostenlos sind.

                  Beim Anbieter

                  Auch deine Bank, dein Broker oder eine Vermögensverwaltung kann Gebühren berechnen. Dazu gehören beispielsweise:

                  1. Depotgebühren

                  2. Gebühren für die Ausführung eines Sparplans

                  3. Servicegebühren

                  4. Vermögensverwaltungsgebühren

                  Welche Kosten anfallen, hängt vom Anbieter und dem gewählten Angebot ab. Einen Überblick findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis sowie in den Produktinformationen.

                  Wichtig: „0 Euro Ordergebühr“ oder „kostenloser Sparplan“ bedeutet nicht, dass deine gesamte Investition kostenfrei ist. Spread, laufende Produktkosten oder weitere Gebühren können trotzdem anfallen. Schau deshalb auf die Gesamtkosten – nicht nur auf die beworbene Null.

                  Wie TER, Spread und weitere Gebühren bei ETFs funktionieren, erfährst du im Beitrag „ETF-Kosten erklärt: TER, Spread und Gebühren“.

                    Sind Wertpapiere geschützt?

                    Dein Depot funktioniert vereinfacht eher wie ein Parkhaus als wie ein Sparschwein: Die Bank verwahrt deine Wertpapiere, sie gehören ihr aber nicht. Wird die depotführende Bank insolvent, fallen deine Aktien, Anleihen oder Fondsanteile daher grundsätzlich nicht in ihre Insolvenzmasse. Du kannst sie in der Regel herausverlangen oder auf ein anderes Depot übertragen lassen.

                    Ähnlich ist es bei Fondsanteilen. Das Fondsvermögen wird vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt und bleibt somit bei einer Insolvenz ebenfalls unangetastet. Dein Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird separat betrachtet und kann je nach kontoführender Bank unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen.

                      Welche Rolle können Wertpapiere beim Vermögensaufbau spielen?

                      Eine Aktie im Depot ist noch keinen Vermögensaufbau. Und ein ETF-Sparplan allein noch keine Anlagestrategie. Wertpapiere sind ein möglicher Baustein – entscheidend ist, welchen Zweck sie in deiner Finanzplanung erfüllen.

                      Bevor du ein Wertpapier auswählst, helfen dir diese Fragen:

                      1. Welches Ziel möchtest du erreichen und wann brauchst du das Geld?

                      2. Welche Schwankungen und möglichen Verluste kannst du finanziell und persönlich tragen?

                      3. Wie schnell muss das Geld verfügbar sein?

                      4. Wie viel Zeit und Wissen möchtest du in die Auswahl investieren?

                      Geld für laufende Ausgaben oder unerwartete Kosten hat eine andere Aufgabe als Geld, das du über viele Jahre nicht brauchst. Eine schnell verfügbare finanzielle Reserve sollte deshalb nicht denselben Risiken ausgesetzt sein wie eine Wertpapieranlage. Mehr zur richtigen Finanzplanung erfährst du im Beitrag „Vermögen aufbauen“.

                      Für deine Geldanlage kannst du Investitionen in verschiedene Unternehmen, Branchen, Regionen und Anlageklassen kombinieren. Diese Streuung kann einzelne Risiken reduzieren, aber Verluste nicht ausschließen.

                      Investieren kannst du einen Betrag auf einmal, schrittweise oder regelmäßig per Sparplan; die Wege lassen sich auch kombinieren. Wie ein ETF-Sparplan funktioniert, erklärt der Artikel „Was ist ein ETF-Sparplan?“

                        Fazit: Ein Wertpapier ist mehr als eine Zahl im Depot

                        Der Begriff Wertpapier sagt noch nicht, worin du investierst. Erst die konkrete Ausgestaltung zeigt, welche Rechte du erhältst, woher mögliche Erträge kommen und welche Risiken du übernimmst.

                        Prüfe deshalb vor dem Kauf das Produkt, den Emittenten, die Kosten und die möglichen Verluste. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Aufgabe das Wertpapier in deinem Portfolio übernehmen soll. Denn nicht jedes Wertpapier passt zu jedem Ziel – auch wenn der Kauf nur wenige Klicks dauert.

                          Häufige Fragen zu Wertpapieren

                          Felix Coutandin-Freund

                          ETF-Professional

                          Felix ist seit über 15 Jahren am Kapitalmarkt investiert. Bei VisualVest sorgt er dafür, dass kompliziertes Finanzwissen verständlich wird.

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                          Die Geldanlage in Fonds ist mit Risiken verbunden, die zu einem Verlust deines eingesetzten Kapitals führen können. Historische Werte oder Prognosen geben keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. Bitte mach dich deshalb mit unseren Risikohinweisen vertraut.