17.07.2019

Rückblick Q2 2019 – Was war los am Finanzmarkt?

 

Keine Lust zu lesen? Im Video fasst unser Geschäftsführer Max Holzer alles kurz und knapp zusammen.

Europawahl, Entscheidungen der wichtigsten Notenbanken sowie der Handelskonflikt zwischen China und USA – auch im zweiten Quartal war einiges los am Kapitalmarkt. Wir haben für euch die wichtigsten Entwicklungen zusammengefasst:

Zunächst einmal eine positive Nachricht: Die Kapitalmärkte haben an den guten Jahresauftakt angeknüpft und entwickelten sich auch im zweiten Quartal überwiegend positiv. Dies lag vor allem an den Ankündigungen und Entscheidungen der wichtigsten Notenbanken. So ließ die US-Notenbank im Januar noch verlauten, die Zinsen in diesem Jahr nur in sehr geringen Schritten zu erhöhen. Im Juni verkündigte sie sogar, dass es gar keine Zinserhöhungen geben wird, sondern die Zinsen wieder gesenkt werden sollen. Im Moment wird von mindestens zwei Zinssenkungen bis zum Ende des Jahres ausgegangen. Die Fed reagierte damit auf die anhaltenden Sorgen um die globale Konjunktur, sowie den immer noch ungelösten Handelskonflikt zwischen den USA und China. Auch die europäische Zentralbank deutete an, die Zinsen wieder zu senken, bevor sie überhaupt mit der Erhöhung gestartet hat. Die geldpolitischen Ausblicke der Fed und EZB reichten aus, um die Marktteilnehmer, trotz anhaltender politischer Unsicherheiten, zu beruhigen. Dies führte dazu, dass sich die Märkte den positiven Trend aus dem ersten Quartal fortsetzten. In Europa veränderte sich im zweiten Quartal wenig, da der Brexit um ein halbes Jahr verschoben wurde. Bei der Europawahl gewannen zwar populistische Parteien an Stimmen, jedoch weniger als befürchtet. Und auch die anstehenden Personalfragen (u. a. EU-Kommissionspräsident und EZB-Präsident) blieben bislang ungeklärt. 

Die etwas schlechtere Nachricht: Das Wachstumstempo der Wirtschaft hat sich verringert. Somit wächst die Sorge um die globale Konjunktur. Vor allem die Daten aus dem produzierenden Gewerbe in den USA sind weiterhin schwach. Nur der Dienstleistungssektor ist aufgrund des weiterhin robusten Konsums noch gut aufgestellt. 

Die Aktienmärkte liegen in Europa und den USA seit Jahresbeginn im Plus. Und dies deutlich vor den Aktienmärkten in Asien und den Schwellenländern, die stärker mit den handelspolitischen Spannungen zu kämpfen hatten. Die erwarteten Zinssenkungen der Fed und EZB führten zu sinkenden Renditen an den Rentenmärkten. Die Renditen sicherer Bundesanleihen sanken in den negativen Bereich und verzeichneten neue Allzeittiefstände. Davon profitierten vor allem Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern. Was den Rohstoffsektor betrifft, legte der Goldpreis zu. Grund dafür waren auch hier wieder die erwarteten geldpolitischen Lockerungen. Industriemetalle und Energierohstoffe litten hingegen unter der schwachen Weltkonjunktur und der daraus resultierenden Sorge um die Rohstoffnachfrage. 

 

 

So performten die Portfolios von VisualVest im zweiten Quartal

Alle Vestfolios als auch alle GreenFolios lieferten im zweiten Quartal eine positive Rendite. Innerhalb der VisualVest Portfolios waren nur die Anlageklassen Rohstoffe und Aktien aus Schwellenländern negativ. Alle anderen Anlageklassen lieferten einen positiven Beitrag im zweiten Quartal. Staatsanleihen, Anleihen aus Schwellenländern und globale Unternehmensanleihen schnitten dabei am besten ab. Die VestFolios erzielten somit eine Netto-Performance von 1 % - 2,5 % im zweiten Quartal. Die GreenFolios schnitten sogar noch besser ab, da diese nicht in Rohstoffe investieren. Somit konnten diese eine Netto-Performance von 2,4 % - 2,8 % erzielen. 

 

 

Ausblick

In den kommenden Monaten bleibt die wesentliche Frage nach der Stabilität des Konjunkturzyklus bestehen. Es wird immer wahrscheinlicher, dass sich das Wirtschaftswachstum weiter verlangsamt und das Umfeld zunehmend spätzyklischer wird – vor allem in den USA. Dies wird sich voraussichtlich auch auf die Stimmung auf den Kapitalmärkten auswirken. Die Entscheidungen rund um den Brexit und der Handelsstreit zwischen China und den USA bleiben ebenfalls bestehen. Auch die politische Lage in Europa ist weiterhin spannend. Nationale Interessen werden eine immer größere Rolle spielen, als in der Vergangenheit. Die Schwankungen an den Aktienmärkten werden somit weiterhin hoch bleiben. 

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