25.10.2018

Rückblick Q3 – Was war los am Finanzmarkt?

Während der letzten drei Monate spielten politische Entscheidungen wieder eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Finanzmarktes. Wir haben für euch die wichtigsten Entwicklungen des 3. Quartals dieses Jahres zusammengefasst.

Die handelspolitischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Rest der Welt prägten die letzten Monate. Zwar einigte sich die US-Regierung mit Mexiko auf einen neuen Handelspakt und mit der Europäischen Union auf die Beilegung des Konflikts – allerdings weitete sie im September die Zölle auf Importe aus China weiter aus. Auch in der Türkei kam es zu deutlichen Turbulenzen am türkischen Währungsmarkt, ausgelöst durch die Inhaftierung des US-Priesters Brunson, welche zu Spannungen zwischen US-Präsident Trump und dem türkischen Machthaber Erdogan führte. Die Auseinandersetzungen nahmen ebenfalls Einfluss auf weitere Schwellenländer und zogen diese in Mitleidenschaft. Bis Quartalsende beruhigte sich die Lage an den Märkten aber wieder, auch wenn weiterhin Anlass zu Unsicherheit besteht. Wie auch im 2. Quartal dieses Jahres zeigt sich eine ungleiche Entwicklung der Wirtschaft in den USA,  in Europa und in den Emerging Markets. Während die US-Wirtschaft zunehmend Tendenzen einer Überhitzung aufweist, deutet die Wirtschaft in Europa und den Emerging Markets eher eine Stabilisierung an. Die Unternehmen in den USA veröffentlichten starke Umsatz- und Gewinnzahlen, wohingegen die Zuwächse im Rest der Welt deutlich moderater ausfielen.

Die Aktienmärkte in der USA setzten ihren Trend aus dem 2. Quartal weiter fort. So kann der S&P 500 ein Plus von 7,2 % aufweisen. Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten hingegen nur einen marginalen Zugewinn (EURO STOXX 50 +0,1 %). Dies lässt sich vor allem auf die politischen Unsicherheiten und die schwächere konjunkturelle Entwicklung zurückführen. Die Bedrohung durch die Handelskonflikte zeigte sich insbesondere bei der Entwicklung der Aktienmärkte der Schwellenländer (MSCI Emerging Markets -1,0 %).

Trotz eines aktuell noch überversorgten Marktes setzten die Ölpreise ihren Anstieg fort (Brent +8,4 Prozent). Darin spiegelte sich vor allem die Sorge um eine deutlich sinkende Ölproduktion im Iran aufgrund neuer US-Sanktionen wider. Die Preise von Industrie- und Edelmetallen verloren hingegen erneut an Boden, vor allem durch die Befürchtung einer Wachstumsabschwächung in China.

 

Entwicklung unserer Anlagestrategien

Im dritten Quartal konnten unsere VestFolios eine Netto-Performance von bis zu 1,41 % erzielen. Unsere GreenFolios erzielten eine Netto-Performance von bis zu 1,09 %. Die Anlageklasse Aktien aus Industrieländern schnitt im dritten Quartal besonders gut ab, wohingegen Aktien und Anleihen aus Schwellenländern nicht gut performten. Dies lag vor allem an den Protektionsmaßnahmen von US-Präsident Trump.

 

Netto Performance der VestFolios im 3. Quartal 2018

VestFolio 1

-0,08 %

VestFolio 2

-0,08 %

VestFolio 3

0,14 %

VestFolio 4

0,33 %

VestFolio 5

0,70 %

VestFolio 6

0,92 %

VestFolio 7

1,41 %


Netto Performance der GreenFolios im 3. Quartal 2018

GreenFolio 1

0,63 %

GreenFolio 2

1,08 %

GreenFolio 3

1,09 %

Ausblick

Auch in den nächsten Monaten werden die von der US-Regierung verursachten Handelskonflikte das Wachstumstempo in Europa und den Emerging Markets verlangsamen. Insbesondere Letztere sind wesentlich stärker in den Welthandel eingebunden als andere Regionen. Die USA sind aufgrund ihres großen nationalen Heimatmarktes weniger davon betroffen und haben durch die Steuerreform Trumps noch einen zusätzlichen Wachstumsimpuls erhalten. Darüber hinaus sorgen der Brexit und die Europawahl im Frühjahr 2019 weiterhin für politische Unsicherheiten. Im Gegensatz dazu haben die wichtigsten Notenbanken ihren weiteren geldpolitischen Pfad für 2018 und 2019 vergleichsweise klar vorgezeichnet. Die Federal Reserve wird aufgrund der anhaltend robusten Verfassung der US-Wirtschaft den bisherigen drei Zinserhöhungen in diesem Jahr im Dezember noch einen und im Jahr 2019 drei weitere Zinsschritte folgen lassen. Möglicherweise gibt sie aber ihren Bilanzabbau in den nächsten Monaten auf. Die Europäische Zentralbank (EZB) beendet zum Jahresende ihr Anleiheankaufprogramm, eine erste Zinserhöhung wird Ende September 2019 erwartet.

Im Rohstoffsektor ist das fundamentale Umfeld weiter positiv, da die lange Phase niedriger Preise auf globaler Ebene zu starken Produktions- und Investitionskürzungen geführt hat, die Angebot und Nachfrage bei vielen Rohstoffen wieder ins Gleichgewicht bringen. Neben dem Ölmarkt befinden sich auch viele Metalle bereits im Angebotsdefizit. Darüber hinaus unterstützt das nach wie vor robuste globale Wirtschaftswachstum die Rohstoffnachfrage.

 

Hier findet ihr Tipps, wie ein Portfolio trotz politischer Unsicherheiten optimal aufgestellt ist. 

 

Die historische Wertentwicklung hat keinen Einfluss auf die künftige Wertentwicklung.

 

 

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