03.07.2017

Ein Blick in die Zukunft von Fonds: Glaskugel vs. wissenschaftliche Prognose

Das eigene Geld anlegen, ohne zu wissen, welche Rendite winkt? Für viele Sparer eine unbefriedigende Vorstellung. Aus diesem Grund erhalten Anleger bei VisualVest noch vor Abschluss eine graphische Darstellung der prognostizierten Wertentwicklung ihres Portfolios.  

Die Ermittlung der zukünftigen Werte basiert dabei keinesfalls auf Kaffeesatzleserei, einem Blick in die Glaskugel oder einer simplen Hochrechnung vergangener Kursdaten,  sondern auf einer fundierten, wissenschaftlichen Prognose.  

Monte-Carlo-Simulation

Die Monte-Carlo-Simulation berechnet die prognostizierte Wertentwicklung des ausgewählten Portfolios. Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine statistische Methode, um komplexe Probleme mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitstheorie auf Grundlage des Gesetzes der großen Zahlen zu lösen; sie wird neben der Ökonomie auch in der Teilchenphysik und der Quantenmechanik eingesetzt.

Die Simulation zur Wertentwicklung des Portfolios bezieht 1.000 Zukunftsszenarien ein, auf deren Basis ersichtlich ist, wie sich das ausgewählte Portfolio in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln wird. Für einen Anlagebetrag von 10.000 Euro wird beispielsweise in dem ausgewogenen VestFolio 4 eine Wertsteigerung von 4.442 Euro innerhalb von zehn Jahren prognostiziert. Wird ein anderes Portfolio, eine andere Anlagesumme oder ein anderer Zielbetrag gewählt, passt sich die Simulation automatisch an. Für die Simulation der Wertentwicklung verwendet VisualVest historische Daten von Indizes, die den Fonds der VisualVest-Portfolios zugrunde liegen. Die Prognosen über die künftige Entwicklung stammen von den Experten von Union Investment. Um so transparent wie möglich zu sein, sind in der Simulation sowohl laufende Kosten der Fonds als auch die Servicegebühr von VisualVest bereits abgezogen. Es handelt sich also um die tatsächlich zu erwartende Rendite.

Wie ist die Grafik zu verstehen?

Das Endergebnis der Monte-Carlo-Simulation zeigt drei Bandbreiten für die prognostizierte Wertentwicklung an (siehe Grafik): 

  • einen grauen Bereich von 0 bis 20 Prozent (entspricht 200 von 1.000 Szenarien, die eine unterdurchschnittliche Entwicklung prognostizieren);
  • einen blauen Bereich mit 20 bis 80 Prozent (normal verlaufende Szenarien mit wahrscheinlicher Entwicklung); 
  • einen grünen Bereich mit 80 bis 100 Prozent (optimistische Szenarien mit überdurchschnittlicher Entwicklung)
     

Die Linie in der Mitte des blauen Bereichs zeigt die wahrscheinlichste Entwicklung. Die gelbe Linie stellt den eingezahlten Betrag dar. Im abgebildeten Beispiel ist dabei auch zu erkennen, dass nach einem Anlagezeitraum von ca. 11 Jahren kaum noch ein Verlust möglich ist, da sich die gelbe Linie immer unter dem grauen Bereich befindet, der eine zwar nicht sehr wahrscheinliche, aber doch mögliche unterdurchschnittliche Entwicklung zeigt. Aus diesem Grund empfehlen wir Anlegern mindestens einen Anlagezeitraum von drei Jahren, da sich Kursschwankungen im Laufe der Zeit immer mehr ausgleichen und somit mögliche kurzzeitige Verluste relativiert werden.

Welchen Nutzen bringt diese Simulation für Anleger?

Auch wenn die Monte-Carlo-Simulation nicht die exakte zukünftige Wertentwicklung abbildet, sondern nur eine Prognose darstellt, hat sie entscheidende Vorteile für Anleger: Zunächst dient die Simulation zur Veranschaulichung der zukünftigen Wertentwicklung des ausgewählten Portfolios. Für Anleger ohne tiefes Finanzwissen ist eine solche Einschätzung sonst oft sehr abstrakt und schwer einzuordnen. Durch die graphische Aufbereitung der Daten wird Anlegern deutlich, welche Unterschiede zwischen den einzelnen Risikoklassen (und damit Portfolios) bestehen. Das heißt, es lässt sich gut erkennen, wie viel Rendite mit der nächst höheren Risikoklasse erzielt werden kann, aber auch, wie sich das Verlustrisiko erhöht. Bei Portfolios in den höheren Risikoklassen ist der Trichter der Simulation deutlich breiter, da die Kursschwankungen höher ausfallen können. Die wahrscheinlichste Wertentwicklung (blaue Linie) ist jedoch höher, da mit mehr Risiko auch mehr Rendite-Chancen möglich sind. 

Zum anderen dient die Simulation dazu, dass VisualVest die Zielerreichung der Kunden stets im Blick hat und überprüfen kann, wie wahrscheinlich die Erreichung des gewünschten Zielbetrags ist, den der Anleger im Laufe der Fragestrecke angegeben hat. Ist diese unwahrscheinlich, werden Kunden bereits vor der Depoteröffnung darüber informiert und bekommen Tipps zur Erreichung ihres Zielbetrags. Ist der Anleger bereits Kunde bei VisualVest und der Markt verändert sich negativ, erhält er nicht nur die Information, dass sich sein Anlageziel nicht mehr im Plan befindet, sondern auch Empfehlungen dazu, wie der Zielbetrag trotzdem noch zu erreichen ist.

Prognosen können jedoch nie die exakte Entwicklung eines Portfolios voraussagen, da die Schätzungen immer auf hypothetischen Modellen oder Analysen basieren. Zudem ist eine positive Wertentwicklung in der Vergangenheit keine Garantie für eine positive Wertentwicklung in der Zukunft. 

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