01.06.2016

Nachhaltigkeit und Geldanlage - passt das zusammen?

Seit Ende Mai bieten wir potenziellen Anlegern die Möglichkeit, ihr Geld in Portfolios mit nachhaltigen Fonds anzulegen. Mit unseren so genannten GreenFolios ermöglichen wir dir in Länder und Unternehmen anzulegen, die nachweislich nachhaltig wirtschaften. 

Das Interesse an nachhaltiger Geldanlage steigt

Durch die Finanzkrise wurde das Image mancher Banken für viele Anleger dauerhaft beschädigt. Immer mehr stellt sich die Frage, was aus angelegten Geld wird. Wie und wohin wird es investiert? Werden beispielsweise Kollateralschäden in Kauf genommen, um kurzfristige Gewinne zu ermöglichen? Kann man sein Geld nicht vermehren, ohne dass dabei irgendwo auf der Welt negative Seiteneffekte auftreten können? Kann man sein Geld nicht anlegen und gleichzeitig sogar Gutes tun? Man kann! Viele Anleger denken heute anders und möchten sicher gehen, dass sie mit ihrem Investment keine Unternehmen oder Länder unterstützen, die Menschen ausbeuten oder die Umwelt zerstören. Genau das ermöglichen wir nun mit unseren GreenFolios. 

Was bedeutet nachhaltig Geld anlegen?

Die klassischen Kriterien der Geldanlage - Rentabilität, Liquidität und Sicherheit werden bei der nachhaltigen Geldanlage um ökologische, soziale und ethische Aspekte ergänzt. Diese werden in den so genannten ESG-Kriterien zusammengefasst. ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Umwelt steht dabei für den Schutz der Umwelt und die nachhaltige Nutzung von Naturgütern. Soziales widmet sich der Sicherung von Frieden, Schutz der Menschenrechte und Einhaltung von guten Arbeitsbedingungen. Governance soll die unternehmerische Verantwortung für die Gesellschaft und Korruptionsfreiheit sicherstellen.

Schwierigkeiten der nachhaltigen Geldanlage

Diese drei Aspekte können unterschiedlich ausgelegt werden. Darum brauchen Anleger die nachhaltig anlegen möchten, ein gesundes Misstrauen. Im Moment existiert noch keine einheitliche, gesetzliche Regelung dafür, wann eine Geldanlage nachhaltig ist und wann nicht. Ist zum Beispiel ein Anbieter von Grünem-Strom, der seine Mitarbeiter ausnutzt, nachhaltig? Oder kann ein Tabakhersteller nachhaltig sein? Du siehst, die Definition dieser Aspekte kann sehr schwammig sein - nicht immer gibt es direkt eine Antwort auf alle Fragen.

Unser Verständnis von Nachhaltigkeit

Auch wir haben uns bei der Zusammenstellung unserer Portfolios der Herausforderung gestellt, die richtigen Kriterien für unsere Fonds zu definieren und anzuwenden. Wir möchten eine Anlagestrategie bieten, nach der - basierend auf den ESG-Kriterien - nur die besten Unternehmen innerhalb einer Branche ausgewählt werden. Die Unternehmen, die im Branchenvergleich in ökologischer, sozialer und ethischer Sicht die höchsten Standards erfüllen. Wir werten jedes Kriterium gleich hoch, damit wir eine möglichst breite Wirkung auf Mensch und Umwelt erreichen können. Um eine fundierte Entscheidung bei der Auswahl der Fonds treffen zu können, benötigten wir zuverlässige Informationen über die Fonds.  Darum haben wir uns an dem Siegel des Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) orientiert. Das FNG ist eine gemeinnützige Organisation, die die Nachhaltigkeit von Fonds anhand der ESG-Kriterien und ihrer Anlagestrategien bewertet. Das FNG-Siegel für nachhaltige Publikumsfonds wurde von der FNG zusammen mit Finanzfachleuten und Akteuren der Zivilgesellschaft in einem dreijährigen Austausch erarbeitet. Zu den Kernaufgaben des FNG gehört es, Qualitätstandards für nachhaltige Anlageprodukte weiter zu entwickeln und ständig zu verbessern, um dadurch die Qualität nachhaltiger Geldanlagen zu sichern.

Für die Zukunft sparen und die Welt ein bisschen besser machen

Wer sein Geld in nachhaltige Fonds anlegt, tut nicht nur etwas für sein eigenes Bankkonto, sondern auch für die Zukunft. Wir von VisualVest möchten mit gutem Beispiel vorangehen und meinen es ernst. Darum haben wir die GreenFolios nicht nur zusammengestellt, sondern spenden pro eröffnetem GreenFolio zusätzlich 10 Euro zum Jahresende.