24.03.2016

Dont put all eggs in one basket – Warum eine gute Streuung bei der Geldanlage wichtig ist

Mit Ostern steht ein langes Wochenende vor der Tür. Aber was hat Ostern mit Sparen zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Es gibt aber eine wichtige Grundregel, die wir passend zu Ostern heute aufgreifen: „Dont put all eggs in one basket!“ Dabei handelt es sich um eine altbekannte Börsianer-Weisheit „Nicht alle Eier in einen Korb legen“.

Was ist damit gemeint? 

Bildlich gesprochen ist es so, wenn du einen Korb voller Eier hast, und der Korb fällt runter, gehen alle zu Bruch. Im Bezug auf Geldanlagen geht es darum, das Risiko zu streuen. Man spricht hier auch gerne von der goldenen Regel der Kapitalanlage. Die Grundidee, die sogenannte moderne Portfoliotheorie stammt von Harry Markowitz, der dafür auch den Nobelpreis erhielt. Der Wirtschaftswissenschaftler hatte bereits in den 50er Jahren nachgewiesen, dass eine breite Streuung auf mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Gold oder Immobilien das Risiko senken. Nicht alle Theorien von Markowitz sind heute noch gültig oder unumstritten. Aber diese Regel wurde fast schon zu einem ‚no-brainer’.

Anleger sind also gut beraten, wenn sie auf verschiedene Anlageklassen setzen und auch innerhalb dieser Anlageklassen ihr Risiko auf unterschiedliche Wertpapiere verteilen. Da jede Anlageklasse unterschiedlich auf die Entwicklungen am Finanzmarkt reagiert, ist es gut möglich, dass eine Anlageform in Turbulenzen gerät, andere Anlageklassen sich jedoch unabhängig davon neutral oder sogar positiv entwickeln uns so den Kursverlust ausgleichen.

Das ist die Grundidee der VisualVest Portfolios. Unsere Portfolios sind aufgeteilt in vier Haupt-Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Geldmarkt. Diese wiederum teilen wir zur weiteren Diversifikation in neun Unteranlageklassen auf. 

Allheilmittel „Risikostreuung“?

Nein. Während der Finanzkrise waren fast alle Anlageklassen von starken Verlusten betroffen und im Zuge der europäischen Schuldenkrise stürzten Aktien und Anleihen fast gleichzeitig ab. 

Nichts desto trotz spiegelt der Portfolioansatz die goldene Kapitalanlageregel wider, nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Wie viel in welchem Korb wiederum liegt, hängt ab vom Anlegertyp und von der geplanten Anlagedauer. Grundsätzlich sollte man für kurzfristige Anlagezeiträume eher in einem risikoarmen Portfolio ansparen. Wer langfristig anlegt, kann auch in mehr Risiko gehen, da er Zeit hat, kurzfristige Marktschwankungen auszusitzen.

Grundsätzliches:

Wir empfehlen das Sparen in Fonds nicht für einen kurzen Zeitraum von z.B. nur 6 Monaten. Aus unserer Erfahrung sollte man bei egal welchen Fonds mindestens 3 Jahre ansparen. Für eine langfristige, vertrauensvolle Kundenbeziehung ist es uns wichtig, transparent und ehrlich zu sein und allen Anlegern, die ihr Geld nur kurzfristig parken wollen eine andere Anlageform zu empfehlen.

In diesem Sinne wünschen wir allen frohe Osterfeiertage!

Euer VisualVest Team